Wiesbadener Start-up startet neue KI-Lernplattform
Eine KI-gestützte Lernplattform, die keine fertigen Lösungen liefert, sondern dabei hilft, Lösungswege zu verstehen. Dieses Angebot macht Studki ab dem 1. September bundesweit für Schulen verfügbar.
© Studki UG
Das Wiesbadener Bildungs-Start-up Studki startet am 1. September bundesweit eine neue KI-gestützte Lernplattform. Die Anwendung steht Schulen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Familien zur Verfügung und soll Schülerinnen und Schüler beim Lernen unterstützen - und sich dabei von bestehenden KI-Plattformen abgrenzen.
KI-Plattform von Studki hilft Lernenden, Lösungswege zu verstehen
Bei bestehenden, allgemeinen KI-Systemen werde ein grundlegendes Problem deutlich, erklärt Studki-Gründer Sky Böhme: "Viele Anwendungen liefern innerhalb weniger Sekunden vollständige Antworten, unterstützen Lernende aber nur eingeschränkt dabei, den eigentlichen Lösungsweg zu verstehen." Genau das sei für Schülerinnen und Schüler aber von zentraler Bedeutung. "Eine fertige Lösung wirkt zunächst hilfreich. Nachhaltiges Lernen entsteht jedoch erst dann, wenn Schülerinnen und Schüler nachvollziehen können, warum ein Lösungsweg funktioniert und an welcher Stelle ein Fehler entstanden ist."
Lehrkräfte erhalten Informationen zu Verständnisproblemen und Unterstützungsbedarf
An dieser Stelle will das Wiesbadener Start-up ansetzen. Die Plattform gibt nicht einfach vollständige Lösungen aus, sondern begleitet Lernende mit schrittweisen Hinweisen, verständlichen Erklärungen und individuell angepassten Übungsaufgaben. Zugleich erkennt die Plattform, an welchen Stellen bei Schülerinnen und Schülern Verständnisprobleme bestehen und welche Art von Unterstützung erforderlich ist. Diese Informationen werden dann Lehrkräften in einem eigenen Analysebereich zur Verfügung gestellt. Dabei arbeitet die Plattform von Studki in einem geschlossenen Lernraum ohne freien Internetzugriff. Eingaben von Nutzerinnen und Nutzern werden nicht zum Training öffentlicher KI-Modelle verwendet.
Vor dem Plattform-Launch standen Pilotprojekte mit mehreren Schulen
Gegründet wurde Studki im Jahr 2026. Dem für Anfang September vorgesehenen Plattform-Launch gingen Pilotprojekte mit mehreren Schulen voraus, in deren Rahmen die Plattform unter realen Bedingungen mit Schülerinnen und Schülern getestet wurde. "In der erweiterten Testphase wurde Studki bereits von mehreren Hundert Schülerinnen und Schülern genutzt", betont das Start-up in einer Mitteilung. Anfragen und Interessensbekundungen weiterer Schulen lägen vor. Neben der Lernplattform entwickelt das Start-up auch eine eigene KI-Modellfamilie. Weitere Informationen zu Studki sind auf der Webseite des Start-ups zu finden.
Start-ups, die sich aktuell zwischen Seed- und Series A-Phase befinden, und Unterstützung bei den nächsten Wachstums- und Entwicklungsschritten suchen, können sich noch bis zum 20. September für das Hessen10-Programm bewerben. Mit Workshops, Coaching und Mentoring werden die Start-ups hier über mehrere Monate hinweg bei ihren nächsten Schritten begleitet. Weitere Informationen gibt es in unserem ausführlichen Beitrag zum Thema.
Auch interessant für dich
Wie sich Start-ups auf ihre ersten Mitarbeitenden vorbereiten
Der oder die erste Angestellte wirft bei Start-ups eine Reihe an Fragen auf: Welche Vorgaben gelten, welche Kosten fallen an? Im StartHub-Lunchbreak gaben Experten Tipps und Praxis-Einblicke.
Stadt Frankfurt schafft neue Räume für Gründerinnen und Gründer
Die Wirtschaftsförderung der Stadt Frankfurt stellt ihre Gründerzentren räumlich neu auf. Anstelle des bisherigen Zentrums in der Hanauer Landstraße 521 gibt es künftig zwei Anlaufstellen für Start-ups und Co.
Aktueller IGP-Fördercall sucht gemeinschaftlich entwickelte Innovationen
Für das Förderprogramm können sich noch bis zum 20. August Unternehmen bewerben, die an branchen- oder disziplinübergreifenden Projekten arbeiten. Die Förderung steht unter anderem für Start-ups offen.