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17.08.2026

Wiesbadener Start-up startet neue KI-Lernplattform

Eine KI-gestützte Lernplattform, die keine fertigen Lösungen liefert, sondern dabei hilft, Lösungswege zu verstehen. Dieses Angebot macht Studki ab dem 1. September bundesweit für Schulen verfügbar.

Mann mit Schnurrbart in weißem Poloshirt mit blauem Logo steht vor einem historischen Gebäude und hält die Hände vor dem Bauch zusammen © Studki UG
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Das Wiesbadener Bildungs-Start-up Studki startet am 1. September bundesweit eine neue KI-gestützte Lernplattform. Die Anwendung steht Schulen, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Familien zur Verfügung und soll Schülerinnen und Schüler beim Lernen unterstützen - und sich dabei von bestehenden KI-Plattformen abgrenzen.

KI-Plattform von Studki hilft Lernenden, Lösungswege zu verstehen

Bei bestehenden, allgemeinen KI-Systemen werde ein grundlegendes Problem deutlich, erklärt Studki-Gründer Sky Böhme: "Viele Anwendungen liefern innerhalb weniger Sekunden vollständige Antworten, unterstützen Lernende aber nur eingeschränkt dabei, den eigentlichen Lösungsweg zu verstehen." Genau das sei für Schülerinnen und Schüler aber von zentraler Bedeutung. "Eine fertige Lösung wirkt zunächst hilfreich. Nachhaltiges Lernen entsteht jedoch erst dann, wenn Schülerinnen und Schüler nachvollziehen können, warum ein Lösungsweg funktioniert und an welcher Stelle ein Fehler entstanden ist."

Lehrkräfte erhalten Informationen zu Verständnisproblemen und Unterstützungsbedarf

An dieser Stelle will das Wiesbadener Start-up ansetzen. Die Plattform gibt nicht einfach vollständige Lösungen aus, sondern begleitet Lernende mit schrittweisen Hinweisen, verständlichen Erklärungen und individuell angepassten Übungsaufgaben. Zugleich erkennt die Plattform, an welchen Stellen bei Schülerinnen und Schülern Verständnisprobleme bestehen und welche Art von Unterstützung erforderlich ist. Diese Informationen werden dann Lehrkräften in einem eigenen Analysebereich zur Verfügung gestellt. Dabei arbeitet die Plattform von Studki in einem geschlossenen Lernraum ohne freien Internetzugriff. Eingaben von Nutzerinnen und Nutzern werden nicht zum Training öffentlicher KI-Modelle verwendet.

Vor dem Plattform-Launch standen Pilotprojekte mit mehreren Schulen

Gegründet wurde Studki im Jahr 2026. Dem für Anfang September vorgesehenen Plattform-Launch gingen Pilotprojekte mit mehreren Schulen voraus, in deren Rahmen die Plattform unter realen Bedingungen mit Schülerinnen und Schülern getestet wurde. "In der erweiterten Testphase wurde Studki bereits von mehreren Hundert Schülerinnen und Schülern genutzt", betont das Start-up in einer Mitteilung. Anfragen und Interessensbekundungen weiterer Schulen lägen vor. Neben der Lernplattform entwickelt das Start-up auch eine eigene KI-Modellfamilie. Weitere Informationen zu Studki sind auf der Webseite des Start-ups zu finden.

Start-ups, die sich aktuell zwischen Seed- und Series A-Phase befinden, und Unterstützung bei den nächsten Wachstums- und Entwicklungsschritten suchen, können sich noch bis zum 20. September für das Hessen10-Programm bewerben. Mit Workshops, Coaching und Mentoring werden die Start-ups hier über mehrere Monate hinweg bei ihren nächsten Schritten begleitet. Weitere Informationen gibt es in unserem ausführlichen Beitrag zum Thema.

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